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Grundgedanken der Stiftung

Die Großfamilienstiftung

Am 24.12.2004 gründen die beiden Allgäuer Brüder Karl und Jakob Immler die Immler-Großfamilienstiftung

Seit über 14  Generationen hat es in ihrer Familie immer mehr als sieben Kinder gegeben, Karl und Jakob Immler sind ebenfalls zwei von sieben. Schon früh haben die beiden gelernt, die Vorzüge von vielen Geschwistern zu schätzen. Gleichzeitig haben sie wohl auch in dieser Zeit ihr Durchsetzungsvermögen erworben.

Sie glauben, dass in der Großfamilie die Kinder nicht zur Belastung werden. Die Großeltern Zuhause ermöglichen den Eltern ihre eigenen Interessen ein bisschen mehr auszuleben. Durch die Betreuung vor Ort können beide Elternteile (wenn sie wollen) arbeiten gehen, ohne sich um ihre Kinder Sorgen machen zu müssen. Auch gemeinsame Hobbies werden dadurch möglich. Eltern beklagen oft, dass keine gemeinsame Zeit mehr neben den Kindern bleibt.

Wenn die Großeltern keine Zeit haben, gibt es vielleicht andere Eltern in der Nachbarschaft, die sich um die Kinder kümmern, während das Paar z.B. einen Kurzurlaub macht. Um Menschen, die nach wie vor in einer Großfamilie leben möchten, zu helfen, diesen Traum wahr zu machen, beschließen Karl und Jakob an Weihnachten 2004 Häuser für diese Familien zu bauen und sie ihnen für einen symbolischen Euro Miete  pro Monat zu überlassen.

Ziel ist die Förderung des Normalverdieners. 

Trotz latentem Kinderwunsch kann sich das Gros der Bevölkerung nicht mehr als zwei Kinder leisten. Durch die Mietersparnis müssten für die Familien enorme Vorteile entstehen, dachten die beiden und gründeten die Stiftung.

Gleich wie bei jeder Stiftung bestehen auch bei der Immler-Großfamilienstiftung sogenannte Förderungsgrundsätze die erfüllt werden müssen, um einziehen zu können.

Profil & Leitbild

Neues Bewusstsein für alte Werte

„Frage nicht was der Staat für dich tun kann, sondern was Du für den Staat tun kannst!“ J.F. Kennedy

Der Gesellschaft soll der Mut zur Eigeninitiative zurückgegeben werden. Die Stifter sind der Überzeugung, dass durch den Familienbund die Bereitschaft für soziales Engagement gesteigert wird. Das Modell soll Denkanstöße für eine moderne Alternative gegen die wachsende Vereinsamung in unserer Singlegesellschaft bieten. Der egoistisch orientierten Gesellschaft von Heute soll ein Wir-Gefühl zurückgegeben werden.

Ein weiterer entscheidender Aspekt ist, dass viele Senioren sich in unserer heutigen, modern und individuell orientierten Welt überflüssig fühlen. Das angestrebte Zusammensein in der Familie mit den Kindern wirkt sich auf alle Seiten positiv aus. Die Senioren können ihr Wissen und ihren Erfahrungsreichtum an die Kinder weitergeben und die Kinder können so am enormen Wissensschatz des Alters teilhaben.

Auch die Eltern profitieren von der Drei-Generationen-Struktur. In einer Zeit, in der immer höhere Anforderungen an Weiterbildung gestellt werden, können es sich gerade Frauen nicht mehr erlauben, drei bis vier Kinder zu auf die Welt zu bringen und zu erziehen. Es kommt zur unliebsamen Entscheidung: Entweder Arbeit oder Karriere. aktuelle Diskussionen über Krippenplätze und alternative Beschäftigungsmodelle machen dies deutlich. Ist aber eine Betreuungsmöglichkeit zu Hause präsent, so hat die Frau – sofern sie möchte – eine einfachere Möglichkeit zum Wiedereinstieg in den Beruf.

Die Förderung der Familie steht im Zentrum aller Überlegungen.

Förderungsgrundsätze

Die Immler-Großfamilienstiftung versteht sich als operativ tätige Stiftung, die ihre Ziele mit dem Bau der Drei-Generationen-Häuser verfolgt.

Im Rahmen dieses Ziels wird die Stiftung fördernd tätig. Die bestmögliche Unterstützung der Familien bestimmt das Handeln der Immler-Großfamilienstiftung. Mit unserem Projekt wollen wir Entwicklungen anstoßen und gesellschaftliche Veränderungen bewirken.

Unterstützt werden Familien, die bewusst keiner Randgruppe angehören. Normalverdiener, die sich mehr Kinder wünschen, aber nicht wissen, woher die das Geld für weitere Kinder nehmen sollen. Rentner, die nicht ins Altersheim wollen, aber Mangels geeigneter Wohnfläche nicht in die Nähe ihrer Familie ziehen können. Für die Mehrgenerationenhäuser kommen alle Familien in Frage, die

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mindestens vier Kinder haben

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seit drei Jahren am Ort leben und/oder arbeiten

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von zwei Senioren, die in einer separaten Einliegerwohnung leben werden begleitet werden (wobei Senioren in diesem Modell Menschen ab 55 Jahren sind und nicht mit der Familie verwandt sein müssen)

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bereit sind, im Monat 20 Stunden ehrenamtliche Tätigkeiten zu erfüllen (Art der Tätigkeit ist unerheblich, z.B. Jugendtrainer im Verein, Schriftführer im Verein, Seelsorge, etc.)

Neben der Bereitstellung des Hauses für einen Euro ist die Aus- und Fortbildung im Rahmen unserer Förderung ein zentraler Punkt. Wir sind überzeugt, dass die Stiftung durch Bildung langfristig und auch im Sinne Familien unterstützend wirken kann und auf Dauer gesellschaftliche Veränderungen erzielt werden können. Die Kinder der Familien in der Stiftung sollen durch Stipendien gefördert werden, um die Familien im Hinblick auf die Kosten für Bildung zu entlasten.

Hierbei ist nicht nur die Förderung eines Studiums vorgesehen, vielmehr soll auch außergewöhnliches sportliches oder musisches Talent gefördert werden. Um den Alltag der Familien zu fördern, sind Gemeinschaftseinrichtungen, Grünanlagen, Spiel- und Bolzplätze geplant. Wir sind davon überzeugt, dass auch die Umgebung einen entscheidenden positiven  Einfluss auf soziale Strukturen hat.

Ziel ist es integrative Treffpunkte für die gesamte Gesellschaft zu schaffen. Kinder aus kinderreichen Familien sollen genauso dort spielen, wie Einzelkinder. Die Immler-Großfamilienstiftung versteht sich als integratives Projekt, welches der Vereinzelung der heutigen Singlegesellschaft entgegen wirken will.

Sonstige Förderungen

Als fördernde Stiftung sind wir gegenüber Projekten, die sich mit dem Thema Großfamilie beschäftigen aufgeschlossen.

Der Name Immler-Großfamilienstiftung wird unmittelbar mit dem geförderten Projekt in Verbindung gebracht. Daher prüfen wir intensiv den Nutzen eines Projekts, ganz im Sinne unserer Förderungsrichtlinien und unseres Leitbildes.

Als fördernde Stiftung stellen wir Mittel für Projekte zur Verfügung, die entweder eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Programmen darstellen oder diese in innovativer Weise weiterführen, oder zur Verstärkung unserer Ziele im Hinblick auf die Familie wesentlich beitragen.

Eine Förderung von Projekten, die auf individuellen Nutzen hin zielt, oder nichts mit dem Thema Familie zu tun hat, ist ausgeschlossen. Die Ziele des Projektes müssen vom Antragssteller klar benannt werden können. Aus Gründen der Transparenz und als mögliches Beispiel für Nachahmer soll die Förderung des Projektes bekannt gemacht werden. Am Ende des Projekts werden die Ergebnisse anhand der Projektziele überprüft und bewertet.

Volkswirtschaftliche Ziele

Neben der Förderung der Familie steht auch der volkswirtschaftliche Nutzen im Fokus der Immler-Großfamilienstiftung.

Durch einen Familienbund über drei Generationen entstehen Synergieeffekte für die gesamte Gemeinschaft. Die Stifter gehen davon aus, dass sich das Aufwachsen in der Großfamilie positiv auf den Werdegang der Kinder auswirkt. Eine werte- und traditionsbewusste Erziehung wird verbesserte Lernbedingungen, höhere Schulabschlüsse, bessere Ausbildungschancen, weniger Kriminalität und weniger Drogendelikte nach sich ziehen. Eine in diesem Umfeld heranwachsende Jugend hat somit eine bessere Ausgangssituation für den Arbeitsmarkt der Zukunft.

Durch die Weitergabe eines gesunden Wertebildes über Großeltern und Eltern sowie die Verantwortung für die Geschwister, können elementare gesellschaftliche Werte und Normen bereits im Kindesalter spielerisch erlernt werden. Nicht nur die Familien intern profitieren von dem Projekt. Durch das Engagement der Familien im gemeinnützigen Bereich wird das soziale Zusammenleben in der Gemeinde gestärkt.

In einer fertig gestellten Wohnsiedlung leisten 50 Familien je zwanzig Stunden pro Monat unentgeltlich Gemeindearbeit. Dies ergibt eine Summe von 1.000 Stunden pro Monat zum Gemeinwohl, die den Gemeindehaushalt finanziell nicht mehr belasten. Die Stadt, in der das Projekt verwirklicht wird, wird daher keinen Mangel an gemeinschaftsfördernden Arbeiten haben.

Nicht nur die Kinder und der Staat profitieren vom Zusammenleben der drei Generationen. Die durch den Staat geförderten Merhrgenerationenhäuser der Familienministerin von der Leyen zeigen, dass auch Senioren ihren Spaß mit den Kindern haben. Durch das Miteinander wird die geistige sowie die körperliche Beweglichkeit gefördert. Die Drei-Generationen-Struktur wird langfristig so auch weniger Altenheimplätze beanspruchen und somit Kosten senken.

Zeitlicher Horizont

Die Stiftung soll langsam wachsen.

Da die Stiftung das eingelegte Kapital nicht nutzen darf, sondern lediglich die Erträge (also die Mieteinnahmen der eingelegten Objekte), können pro Jahr nicht mehr als zwei bis maximal drei Häuser gebaut werden. Dieses langsame Wachstum sichert, dass die Integration des Projektes in das Stadtbild erfolgt. Ziel sind am Ende die 50 Häuser, welche voraussichtlich über einem Zeitraum von 25-30 Jahren gebaut werden.

Eben je nach Bedarf.

Es ist denkbar, dass in 25 Jahren die Familie eine andere Förderung benötigt, als die Stiftungshäuser. Ist dies der Fall, wird die Stiftung darauf reagieren. Zentraler Punkt der Stiftungsarbeit ist immer die Familie. Durch die abschnittsweise Verwirklichung kann das Projekt an neue Anforderungen und Bedingungen angepasst werden.

Wenn die Siedlung eine entsprechende Größe erreicht hat, werden zusätzlich Gemeinschaftseinrichtungen errichtet. Ein Bolzplatz für die Kinder, ein Spielplatz für die Kleinen und Begegnungsstätten für die Generationen.

Es scheint logisch, dass ein Bolzplatz für vier Kinder keinen Sinn macht, ebenfalls leuchtet ein, dass ein Bolzplatz für 30 Kinder durchaus sinnvoll ist. Das Schlagwort ist die Nachhaltigkeit. Durch langsames Wachstum soll sich eine Gemeinschaft entwickeln, die die Werte der Familie hoch hält. Positive Effekte wie Zivilcourage, Engagement und Verantwortung sollen an die Kinder weitergegeben werden.

Durch die langfristige Anlage der Stiftung kann dieses Wertebewusstsein auch langfristig transportiert werden. Zum Vergleich: die Fuggerei, die wohl älteste Sozialsiedlung der Welt besteht seit 1521, die letzten Häuser wurden in den Siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gebaut.

Architektenwettbewerb

Die Drei-Generationen-Häuser sollen mit einer sehr hochwertigen Architektur und Bausubstanz errichtet werden.

Da aber nicht nur qualitative Merkmale auszeichnend für die Häuser der Immler-Großfamilienstiftung sein sollen, soll auch die Architektur besonders sein. Ziel ist das generationsübergreifende Bauen mit architektonischer Finesse. Die Rahmenbedingungen für die Teilnahme am Architektenwettbewerb werden eingestellt, sobald ein Grundstück gefunden ist.

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